Was ist Forex? Der Devisenhandel einfach erklärt
Währungspaare, Pips, Hebel und CFDs – verständlich erklärt, mit Beispielen und den ersten Schritten für den Einstieg.
Forex ist der größte und liquideste Finanzmarkt der Welt – täglich werden hier Währungen im Wert von mehreren Billionen US-Dollar gehandelt. Dieser Leitfaden erklärt in einfachen Worten, was Forex ist, wie ein Trade funktioniert und worauf Sie als Einsteiger achten sollten.
Was bedeutet Forex?
Der Begriff Forex setzt sich aus „Foreign“ (fremd) und „Exchange“ (Tausch) zusammen und bezeichnet den Umtausch einer Währung in eine andere. Jedes Mal, wenn eine Währung gegen eine andere getauscht wird – ob im Urlaub am Geldautomaten oder von einer Bank in Millionenhöhe – findet ein Devisengeschäft statt. Der Forex-Markt ist die Summe all dieser Transaktionen weltweit.
Anders als eine Börse hat der Devisenmarkt keinen zentralen Handelsplatz. Er ist dezentral organisiert und verbindet Banken, Unternehmen, Institutionen und private Trader rund um den Globus – rund um die Uhr an fünf Tagen die Woche.
Wie funktioniert ein Forex-Trade?
Im Forex-Handel handeln Sie nie eine einzelne Währung, sondern immer ein Paar. Ein Währungspaar besteht aus zwei Teilen:
- Basiswährung – die erste Währung im Paar (bei EUR/USD der Euro).
- Kurswährung – die zweite Währung, in der der Preis ausgedrückt wird (bei EUR/USD der US-Dollar).
Ein Kurs von EUR/USD = 1,0850 bedeutet: 1 Euro kostet 1,0850 US-Dollar. Erwarten Sie einen steigenden Euro, eröffnen Sie eine Long-Position (Kauf). Erwarten Sie einen fallenden Euro, eröffnen Sie eine Short-Position (Verkauf). Genau diese Möglichkeit, in beide Richtungen zu handeln, ist ein zentraler Vorteil des CFD-Handels.
Rechnen Sie Ihren Trade durch
Pip-Wert, Margin und möglicher Gewinn – in Sekunden berechnet.
Zum Forex-RechnerPip, Lot und Spread – die wichtigsten Begriffe
Drei Begriffe begegnen Ihnen bei jedem Forex-Trade:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Pip | Die kleinste übliche Kursbewegung – bei den meisten Paaren die 4. Nachkommastelle (0,0001), bei JPY-Paaren die 2. (0,01). |
| Lot | Die standardisierte Handelsgröße. 1 Standard-Lot = 100.000 Einheiten der Basiswährung; kleinere Größen sind möglich. |
| Spread | Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs – im Forex Ihre wichtigste Handelskostenquelle. |
Eine ausführliche Erklärung mit Rechenbeispielen finden Sie im Beitrag Pip, Lot & Spread einfach erklärt. Unbekannte Fachbegriffe schlagen Sie jederzeit im Forex-Glossar nach.
Hebel und Margin – Chance und Risiko
Forex wird üblicherweise mit Hebel gehandelt. Das bedeutet: Sie steuern eine größere Position, als Ihr Kapitaleinsatz allein erlauben würde. Für Privatanleger ist der Hebel in der EU nach ESMA auf 30:1 bei Hauptwährungspaaren begrenzt – Sie hinterlegen dann rund 3,3 % des Positionswerts als Margin.
Wer handelt am Forex-Markt?
Der Devisenmarkt wird von einer Vielzahl von Teilnehmern bewegt: Zentralbanken und Geschäftsbanken, international tätige Unternehmen, Investmentfonds und Institutionen sowie private Trader. Diese Vielfalt und das enorme Handelsvolumen sorgen für die hohe Liquidität, für die Forex bekannt ist – besonders bei den Hauptwährungspaaren.
Wann ist der Forex-Markt geöffnet?
Forex ist rund um die Uhr an fünf Tagen die Woche handelbar – von Sonntagabend bis Freitagabend. Der Handel wandert dabei über vier große Sitzungen um die Welt: Sydney, Tokio, London und New York. Die höchste Liquidität herrscht, wenn sich die Sitzungen von London und New York überschneiden (nachmittags MEZ). Details dazu im Beitrag Forex-Handelszeiten.
Warum Forex als CFD handeln?
Bei KQ Markets handeln Sie Forex nicht durch physischen Währungstausch, sondern als CFD (Contract for Difference). Das bringt drei praktische Vorteile:
- Long und short: Sie profitieren von steigenden wie fallenden Kursen.
- Geringerer Kapitaleinsatz: Über die Margin binden Sie nur einen Bruchteil des Positionswerts.
- Kommissionsfrei: Bei Forex-CFDs zahlen Sie in der Regel keine Kommission – Ihre Kosten sind der Spread.
Die ersten Schritte für Einsteiger
- Grundlagen verstehen: Machen Sie sich mit Währungspaaren, Pips, Hebel und Spread vertraut.
- Demokonto nutzen: Üben Sie risikofrei mit virtuellem Guthaben unter realen Marktbedingungen.
- Trade planen: Berechnen Sie Positionsgröße, Margin und mögliche Kosten vorab – zum Beispiel mit dem Forex-Rechner.
- Risiko steuern: Setzen Sie Stop-Loss-Orders und riskieren Sie pro Trade nur einen kleinen Teil Ihres Kapitals.
Bereit für den ersten Schritt?
Testen Sie den Forex-Handel risikofrei mit einem kostenlosen Demokonto.
Demokonto eröffnenHäufige Fragen
Forex (Foreign Exchange) ist der weltweite Handel mit Währungen. Sie handeln immer ein Währungspaar wie EUR/USD und setzen darauf, dass eine Währung gegenüber der anderen steigt oder fällt. Über CFDs handeln Sie diese Kursbewegung mit Hebel, ohne die Währungen physisch zu besitzen.
Sie kaufen die Basiswährung eines Paares und verkaufen gleichzeitig die Kurswährung. Steigt der Kurs und Sie sind long, erzielen Sie einen Gewinn; fällt er, einen Verlust. Für eine gehebelte Position hinterlegen Sie nur einen Bruchteil des Positionswerts als Margin.
Forex ist zugänglich, aber wegen des Hebels riskant. Einsteiger sollten zunächst mit einem kostenlosen Demokonto üben, die Grundbegriffe verstehen und mit Stop-Loss-Orders sowie kleinen Positionsgrößen arbeiten.
Durch den Hebel ist ein Einstieg mit vergleichsweise wenig Kapital möglich. Entscheidend ist jedoch nicht das Minimum, sondern ein sinnvolles Risikomanagement: Riskieren Sie pro Trade nur einen kleinen Teil Ihres Kapitals.
Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar. CFDs sind gehebelte Produkte mit hohem Risiko. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Prüfen Sie, ob Sie sich das hohe Verlustrisiko leisten können.