Währungspaare erklärt: Majors, Minors & Exoten
Wie ein Währungspaar aufgebaut ist, worin sich die drei Kategorien unterscheiden und welche Paare sich für den Einstieg eignen.
Im Forex-Handel handeln Sie nie eine einzelne Währung, sondern immer ein Paar. Zu verstehen, wie ein Währungspaar aufgebaut ist und welche Eigenschaften Majors, Minors und Exoten haben, ist die Grundlage, um das passende Paar für Ihre Strategie zu wählen.
Wie ist ein Währungspaar aufgebaut?
Ein Währungspaar stellt zwei Währungen ins Verhältnis zueinander. Es besteht immer aus zwei Teilen:
- Basiswährung – die erste Währung im Paar. Ihr Wert wird gemessen.
- Kurswährung – die zweite Währung, in der der Preis ausgedrückt wird.
Die drei Kategorien von Währungspaaren
Währungspaare werden nach Handelsvolumen und Liquidität in drei Gruppen eingeteilt:
| Kategorie | Merkmal | Liquidität / Spread |
|---|---|---|
| Majors | US-Dollar + weitere Hauptwährung | Sehr hoch / sehr eng |
| Minors | Hauptwährungen ohne US-Dollar | Hoch / eng bis mittel |
| Exoten | Hauptwährung + Schwellenland-Währung | Geringer / weiter |
Majors (Hauptwährungspaare)
Die Majors enthalten immer den US-Dollar zusammen mit einer weiteren Hauptwährung. Sie machen den größten Teil des weltweiten Handelsvolumens aus, sind extrem liquide und weisen die engsten Spreads auf. Typische Beispiele:
- EUR/USD – Euro / US-Dollar (das meistgehandelte Paar überhaupt)
- GBP/USD – Britisches Pfund / US-Dollar
- USD/JPY – US-Dollar / Japanischer Yen
- USD/CHF – US-Dollar / Schweizer Franken
- AUD/USD, USD/CAD, NZD/USD
Minors (Nebenwährungspaare)
Minors – auch Cross-Paare genannt – kombinieren Hauptwährungen ohne den US-Dollar. Sie sind weiterhin gut handelbar, haben aber tendenziell etwas weitere Spreads als die Majors. Beispiele: EUR/GBP, EUR/CHF, EUR/JPY, GBP/JPY.
Exoten
Exoten verbinden eine Hauptwährung mit der Währung eines kleineren oder Schwellenlandes, etwa USD/TRY (US-Dollar / Türkische Lira) oder USD/ZAR (US-Dollar / Südafrikanischer Rand). Sie bieten größere Kursbewegungen, gehen aber mit deutlich höheren Spreads, geringerer Liquidität und stärkerer Volatilität einher – und damit mit erhöhtem Risiko.
Beliebte Paare live vergleichen
Aktuelle Kurse für EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY und mehr auf der Forex-Seite.
Zur Forex-SeiteWelche Rolle spielt die Kategorie für den Hebel?
Die Einteilung ist nicht nur theoretisch: Sie wirkt sich direkt auf den maximal zulässigen Hebel aus. Nach ESMA gilt für Privatanleger bei Hauptwährungspaaren ein Hebel von bis zu 30:1, bei Nebenwährungspaaren und Exoten bis zu 20:1. Mehr dazu im Beitrag Hebel & Margin im Forex.
Welches Paar für den Einstieg?
Für Einsteiger sind die Majors – allen voran EUR/USD – meist die beste Wahl: Sie sind hochliquide, haben enge Spreads und reagieren nachvollziehbar auf bekannte Wirtschaftsdaten und Zentralbankentscheidungen. Exoten sind wegen ihrer weiten Spreads und starken Schwankungen für den Einstieg weniger geeignet. Welche Faktoren Währungskurse bewegen, lesen Sie auf der Forex-Seite.
Häufige Fragen
Ein Währungspaar stellt zwei Währungen ins Verhältnis zueinander, zum Beispiel EUR/USD. Die erste Währung ist die Basiswährung, die zweite die Kurswährung. Der Kurs gibt an, wie viel Kurswährung eine Einheit der Basiswährung kostet.
Majors sind Hauptwährungspaare mit dem US-Dollar und einer weiteren Hauptwährung (z. B. EUR/USD) – sehr liquide, enge Spreads. Minors sind Nebenwährungspaare ohne US-Dollar (z. B. EUR/GBP). Exoten kombinieren eine Hauptwährung mit der Währung eines Schwellenlandes (z. B. USD/TRY) und haben meist höhere Spreads und stärkere Schwankungen.
Für Einsteiger sind Hauptwährungspaare wie EUR/USD in der Regel am besten geeignet: Sie sind hochliquide, haben enge Spreads und reagieren nachvollziehbar auf bekannte Wirtschaftsdaten. Exoten sind wegen höherer Spreads und Volatilität für Einsteiger weniger geeignet.
Die Basiswährung ist die erste Währung im Paar; ihr Wert wird gemessen. Die Kurswährung ist die zweite Währung, in der der Preis ausgedrückt wird. Bei EUR/USD = 1,0850 kostet 1 Euro (Basis) 1,0850 US-Dollar (Kurswährung).
Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar. CFDs sind gehebelte Produkte mit hohem Risiko. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Prüfen Sie, ob Sie sich das hohe Verlustrisiko leisten können.