Was ist ein Index? Aktienindizes einfach erklärt
Wie ein Index aufgebaut ist, wie er berechnet wird und wie Sie ihn handeln – verständlich erklärt am Beispiel von DAX, S&P 500 und Nasdaq.
Begriffe wie DAX, Dow Jones oder Nasdaq hört man täglich in den Nachrichten – doch was steckt eigentlich hinter einem Index? Ein Index ist eine der wichtigsten Kennzahlen an den Finanzmärkten. Dieser Leitfaden erklärt, was ein Index ist, wie er berechnet wird und welche Wege es gibt, einen Index zu handeln.
Was ist ein Index?
Ein Index bildet die Wertentwicklung einer Gruppe von Wertpapieren in einer einzigen Zahl ab. Statt jede einzelne Aktie zu verfolgen, genügt ein Blick auf den Index, um zu sehen, wie sich der gesamte Markt oder ein bestimmtes Segment entwickelt.
Der DAX steht zum Beispiel für die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands, der Nasdaq 100 für 100 der größten US-Technologiewerte. Steigt der DAX um 1 %, bedeutet das: Die enthaltenen Unternehmen sind im gewichteten Durchschnitt um 1 % gestiegen.
Wie wird ein Index berechnet?
Nicht jede Aktie zählt gleich viel. Die meisten großen Indizes sind marktkapitalisierungsgewichtet: Je größer der Börsenwert eines Unternehmens, desto stärker sein Einfluss auf den Index. Ein Schwergewicht bewegt den Index also deutlich mehr als ein kleineres Unternehmen.
Es gibt auch andere Methoden: Der Dow Jones etwa ist kursgewichtet – dort zählt allein der Aktienkurs, nicht die Unternehmensgröße. Eine Aktie mit hohem Kurs hat mehr Einfluss, unabhängig davon, wie groß das Unternehmen tatsächlich ist.
Kursindex und Performanceindex – ein wichtiger Unterschied
Gerade für deutsche Anleger ist diese Unterscheidung zentral, denn der DAX wird meist als Performanceindex dargestellt:
- Kursindex: berücksichtigt nur die reine Kursentwicklung der Aktien.
- Performanceindex: rechnet zusätzlich die Dividenden ein, so als würden sie sofort wieder angelegt.
Welche Arten von Indizes gibt es?
| Art | Beispiele | Bildet ab |
|---|---|---|
| Nationale Leitindizes | DAX, FTSE 100, Nikkei 225 | Die größten Unternehmen eines Landes |
| Breite Marktindizes | S&P 500 | Einen großen Querschnitt des Marktes |
| Sektor- / Themenindizes | Nasdaq 100 (Tech) | Eine Branche oder ein Thema |
| Regionale Indizes | EURO STOXX 50 | Eine ganze Region |
Wie kann man einen Index handeln?
Einen Index selbst kann man nicht direkt kaufen – er ist nur eine Kennzahl. Es gibt aber zwei gängige Wege, an seiner Entwicklung teilzuhaben:
Index-ETF
Ein Fonds, der den Index nachbildet – für langfristigen Vermögensaufbau, ohne Hebel.
Index-CFD
Ein gehebeltes Derivat für kurzfristigeres Trading – long und short, mit höherem Risiko.
Welcher Weg zu welchem Ziel passt, erklärt der Beitrag Index-CFD vs. ETF. Bei KQ Markets traden Sie über 50 Indizes als CFD – mehr dazu auf der Seite Indizes traden.
Häufige Fragen
Ein Index bildet die Wertentwicklung einer Gruppe von Wertpapieren in einer einzigen Kennzahl ab. Der DAX steht zum Beispiel für die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Statt jede Aktie einzeln zu verfolgen, sehen Sie am Index, wie sich der gesamte Markt oder ein Segment entwickelt.
Die meisten großen Indizes sind marktkapitalisierungsgewichtet: Unternehmen mit höherem Börsenwert haben ein größeres Gewicht im Index. Einige Indizes wie der Dow Jones sind dagegen kursgewichtet, dort zählt der Aktienkurs statt der Unternehmensgröße.
Ein Kursindex berücksichtigt nur die Kursentwicklung. Ein Performanceindex rechnet zusätzlich Dividenden ein, so als würden sie wieder angelegt. Der DAX wird üblicherweise als Performanceindex dargestellt und steht dadurch tendenziell höher als ein reiner Kursindex.
Einen Index selbst kann man nicht direkt kaufen. Sie handeln ihn indirekt – etwa über einen ETF für langfristigen Vermögensaufbau oder über einen Index-CFD für kurzfristigeres, gehebeltes Trading auf steigende und fallende Kurse.
Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar. Die Diagramme sind schematische Darstellungen zur Veranschaulichung und bilden keine realen Kurse ab. CFDs sind gehebelte Produkte mit hohem Risiko. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.