Der DAX erklärt: Zusammensetzung, Berechnung & Handel
Deutschlands wichtigster Aktienindex im Detail: Welche Unternehmen im Germany 40 stecken, wie er berechnet wird, warum er ein Performanceindex ist – und wie Sie ihn handeln.
Der DAX ist für die deutsche Börse das, was die Tagesschau für die Nachrichten ist – die zentrale Referenz. Er gilt als Barometer für die Verfassung der deutschen Wirtschaft und ist einer der meistbeachteten Indizes weltweit. Dieser Leitfaden erklärt, was der DAX genau ist, wie er sich zusammensetzt, wie er berechnet wird und wie Sie ihn handeln können.
Was ist der DAX?
Der DAX (offiziell „Germany 40“) ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er bildet die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmen ab. Bis September 2021 umfasste der DAX 30 Werte – seither sind es 40.
Enthalten sind bekannte Namen aus unterschiedlichen Branchen, etwa aus Automobil, Chemie, Software, Industrie und Finanzwesen. Der DAX reagiert damit sensibel auf alles, was die deutsche und die globale Wirtschaft bewegt.
Welche Unternehmen sind im DAX?
Die Zusammensetzung ist nicht fix: Regelmäßig wird überprüft, ob ein Unternehmen die Kriterien für Größe und Handelsvolumen noch erfüllt. Erfüllt es sie nicht mehr, kann es durch einen Aufsteiger ersetzt werden. Der DAX deckt ein breites Branchenspektrum ab:
Wie wird der DAX berechnet?
Der DAX ist marktkapitalisierungsgewichtet und berücksichtigt dabei den Streubesitz (Free Float) – also nur die frei handelbaren Aktien. Je größer der frei handelbare Börsenwert eines Unternehmens, desto stärker sein Einfluss auf den Indexstand. Ein Schwergewicht bewegt den DAX also spürbar stärker als ein kleineres Mitglied.
Warum der DAX ein Performanceindex ist
Eine deutsche Besonderheit: Der DAX wird üblicherweise als Performanceindex dargestellt. Das bedeutet, Dividenden der enthaltenen Unternehmen werden rechnerisch wieder angelegt und fließen in den Indexstand ein.
Was bewegt den DAX?
- EZB & Zinsen: Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank wirken direkt auf Aktienkurse.
- Konjunkturdaten: Wachstum, Inflation und Stimmungsindikatoren aus Deutschland und der Eurozone.
- Unternehmenszahlen: Quartalsergebnisse der großen DAX-Konzerne.
- US-Märkte & Export: Als exportstarke Volkswirtschaft reagiert der DAX stark auf globale Impulse und die Wall Street.
Wie kann ich den DAX handeln?
Den DAX selbst kann man nicht direkt kaufen. Es gibt zwei gängige Wege: einen ETF für langfristigen Vermögensaufbau oder einen Index-CFD für kurzfristigeres, gehebeltes Trading – long bei erwartet steigenden, short bei erwartet fallenden Kursen. Die Unterschiede erklärt der Beitrag Index-CFD vs. ETF.
Häufige Fragen
Der DAX (Germany 40) ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er bildet die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen Deutschlands ab und gilt als Barometer für die deutsche Wirtschaft und Börse.
Seit September 2021 umfasst der DAX 40 Unternehmen. Zuvor waren es 30 Werte. Aufgenommen werden die größten und liquidesten an der Frankfurter Börse gelisteten Unternehmen.
Der DAX wird üblicherweise als Performanceindex dargestellt, das heißt: Dividenden werden rechnerisch wieder angelegt und in den Indexstand eingerechnet. Dadurch steht er höher als der reine DAX-Kursindex, der nur die Kursentwicklung abbildet.
Den DAX handeln Sie indirekt – über einen ETF für langfristigen Vermögensaufbau oder über einen Index-CFD für kurzfristigeres, gehebeltes Trading auf steigende und fallende Kurse. Bei KQ Markets traden Sie den DAX als CFD mit Spreads ab 1 Punkt.
Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar. Die Diagramme sind schematische Darstellungen zur Veranschaulichung und bilden keine realen Kurse oder Gewichte ab. CFDs sind gehebelte Produkte mit hohem Risiko. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.